PKV & Anwartschaft

Warum jetzt die richtigeEntscheidung wichtig ist.

Solange du im aktiven Dienst bist, trägt der Dienstherr deine Krankheitskosten. Danach nicht mehr. Eine Anwartschaft hält dir den Weg in die private Krankenversicherung offen – zu den Bedingungen von heute.

In vielen Bundesländern bekommen Polizeivollzugsbeamte freie Heilfürsorge: Der Dienstherr übernimmt die Krankheitskosten vollständig. Das ist komfortabel – und endet mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst. Also mit der Pensionierung, oder deutlich früher bei Dienstunfähigkeit.

Ab diesem Moment brauchst du eine beihilfekonforme private Krankenversicherung. Die nimmt dich aber nur zu normalen Konditionen auf, wenn du gesund bist. Eine Bandscheiben-Operation, eine Knieverletzung aus dem Dienstsport oder eine psychische Behandlung im Lebenslauf führen zu Risikozuschlägen – oder zur Ablehnung.

Genau davor schützt die Anwartschaft. Sie friert deinen heutigen Gesundheitszustand ein. Was danach passiert, spielt für die Aufnahme keine Rolle mehr.

Klein oder groß

Zwei Varianten, ein Unterschied.

Kleine Anwartschaft

Sichert deinen Gesundheitszustand. Beim späteren Wechsel gibt es keine erneute Gesundheitsprüfung, keine Zuschläge, keine Ablehnung. Für Anwärter in aller Regel der richtige Einstieg – und mit wenigen Euro im Monat kaum spürbar.

Große Anwartschaft

Sichert zusätzlich dein junges Eintrittsalter, was den späteren Beitrag dämpft. Sie kostet mehr und lohnt sich meist erst mit der Verbeamtung auf Lebenszeit. Viele beginnen klein und wandeln später um.

Vorsicht bei kostenlosen Angeboten

Eine Anwartschaft ist ein Versicherungsvertrag und kann nicht kostenlos sein. Wird dir über eine Mitgliedschaft eine kostenlose Anwartschaft versprochen, lohnt der genaue Blick, was da tatsächlich vereinbart wird.

Pflegepflichtversicherung nicht vergessen

Wer Heilfürsorge bekommt, muss trotzdem eine private Pflegepflichtversicherung nachweisen – das ist eine gesetzliche Pflicht nach § 23 SGB XI und keine freiwillige Zusatzleistung. Viele Anbieter kombinieren sie mit der Anwartschaft.

Heilfürsorge oder Beihilfe – das ist der erste Check

Nicht in jedem Bundesland gibt es freie Heilfürsorge. Hast du stattdessen Anspruch auf Beihilfe, brauchst du keine Anwartschaft, sondern direkt eine beihilfekonforme private Krankenversicherung, die den Rest der Kosten übernimmt. Welcher Fall auf dich zutrifft, hängt von deinem Dienstherrn ab – das ist deshalb die erste Frage, die wir klären.

Wichtig zu wissen

Angehörige können nicht in die Heilfürsorge aufgenommen werden. Partnerin, Partner und Kinder haben aber einen eigenen Beihilfeanspruch. Wenn Nachwuchs ansteht, gehört das rechtzeitig geklärt.

Der Zeitpunkt entscheidet

Eine Anwartschaft schließt du ab, solange du gesund bist – nicht, wenn du sie brauchst. Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler. Wer im dritten Dienstjahr nach einer Verletzung darüber nachdenkt, hat die Diagnose bereits in der Akte, und genau die soll die Anwartschaft ja ausklammern.

Der zweite häufige Fehler: die Anwartschaft abschließen und dann vergessen. Mit der Verbeamtung auf Lebenszeit lohnt der Blick, ob eine Umwandlung in die große Variante sinnvoll ist. Wir erinnern unsere Kunden daran.

Häufige Fragen

Kurz und verständlich.

Bei spezialisierten Anbietern liegt sie im niedrigen einstelligen Eurobereich pro Monat, je nach Tarif und Anbieter auch etwas darüber. Der genaue Beitrag hängt vom gewählten Zieltarif ab – das schauen wir uns gemeinsam an.

Ja, zwei Dinge: eine Anwartschaft, damit dir der spätere Weg in die PKV offensteht, und eine private Pflegepflichtversicherung, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Heilfürsorge selbst deckt beides nicht ab.

Dann greift sie genau wie geplant: Die Heilfürsorge endet mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst, und du wechselst ohne neue Gesundheitsprüfung in die Restkostenversicherung. Das ist neben der Pensionierung der zweite Fall, für den sie gedacht ist.

Das ist bei vielen Anbietern vorgesehen und für Anwärter ein üblicher Weg: klein starten, mit der Verbeamtung auf Lebenszeit prüfen, ob die große sinnvoll ist. Ob und zu welchen Bedingungen das geht, steht in deinen Vertragsbedingungen.

Heilfürsorge oder Beihilfe – was gilt bei dir?

Das ist in zehn Minuten geklärt, und danach weißt du, ob du eine Anwartschaft brauchst oder direkt eine beihilfekonforme PKV.